Material­empfeh­lungen 2023

Wenn wir Montags zusammen im #montagsletterei Livestream gemeinsam lettern, malen und gestalten, dann verwende ich natürlich verschiedenste Pinsel, Farben, Stifte und mehr. Da ihr dann natürlich häufiger mal fragt, was genau ich da nutze und weil sich niemand alles merken kann, habe ich hier meine aktuellen Materialempfehlungen für unsere Livestreams zusammengetragen.

Nachfolgende Links zu Stifteliebe.de und Amazon sind Affiliate Links. Dort kannst du ganz normal zum üblichen Preis einkaufen, ich bekomme aber für den Betrag deines Einkaufs eine kleine Provision, da ich dir das hier empfehle. Wenn nichts in Klammern hinter dem Link steht, ist es kein Affiliate Link.

Papier

Wer schon mal mit mir im Livestream war, weiß, dass ich fast immer meine eigenen Blöcke nutze. Ich habe kurz nachdem ich mit Lettering angefangen habe, meine eigenen Blöcke gebunden, denn es gab nirgends wirklich gutes, erschwingliches Papier im A5 Format – erst recht nicht als Spiralbindung. Inzwischen binde ich die Blöcke auch für euch und eure Letteringreise.

Da mit der #montagsletterei auch immer mehr Mixed Media und Watercolor Motive dazu kamen, gibt es in meinem Etsy Shop inzwischen auch Blöcke mit all meinen Lieblingspapieren. All meine Blöcke findest du hier:

Du willst das Papier einzeln? Dann kommen hier meine Empfehlungen:

Für Skizzen, Übungen und Kompositionen jeglicher Art empfehle ich immer ein glattes (gestrichenes) Papier, das mindestens 100g/m2 Papierdicke hat. Das schont nicht nur deine Brushpens, sondern lässt quasi jeden Stift seidig gleiten und hilft dir damit mehr im Flow zu bleiben. Achtung: Das Papier kann kein Wasser ab. Nimm hier kein Wasser, kein Watercolor und keine sehr flüssigen Brushpens wie die Karin Marker. Du kannst Karin Marker oder Watercolor auch verwenden, dann solltest du aber bei der Papierstärke auf mindestens 160g/m2 hoch gehen. Das Mondi Color Copy gibt es in vielen Grammaturstärken, z.B. hier 100g Papier oder dann 160g Papier

Für Motive mit der Kombi aus Lettering & Watercolor nutze ich super gern das Canson Imagine Mixed Media Papier (Amazon). Hier gleiten die Stifte toll drüber, man kann gut radieren ohne das Papier zu zerstören und direkt mit Wasser drauf gehen für Blendings und kleine Aquarellmotive.

Für richtig schöne Watercolormotive habe ich zwei Papiere, die ich immer wieder nutze. Um Qualität kennen zu lernen und trotzdem nicht gleich arm zu werden: Canson Aquarelle Grain Fin (Amazon). Es hat einen hohen Baumwollanteil und somit bleiben flachen länger feucht, es entstehen wenig Wasserflecken und die Pigmente verteilen sich toll. Außerdem ist es an 4 Seiten geleimt, also bleibt es nach dem Trocknen schön glatt.

Profilevel und trotzdem noch erschwinglich: Das Gerstaecker Centenaire Grain Fin 100% cotton. Hier kommen die richtig schönen Motive drauf. In Kombi mit den Horadam Farben einfach ein Träumchen. Und genau deshalb ist es auch das Premiumpapier in meinen Blöcken.

Format

Ich nutze fast ausschließlich A5 für meine Kompositionen. So “klein” kann man Kompositionen und Fehler einfach besser erkennen. Außerdem ist das Verhältnis zwischen Stiftdicke (Bleistift/Fineliner/kleine Brushpens) und Papiergröße dann auch stimmig. Wenn du lieber auf A4 und größer arbeiten willst, musst du auch dickere Stifte nehmen, also z.B. Tombow ABT (Stifteliebe) und Stabilo Trio Scribbi.

Stifte

Bleistift

Ich liebe liebe liebe den Tombow MONO graph (Stifteliebe). Er ist nicht günstig, aber als langfristige Investition anzusehen. Sowohl die Minen als auch der Radiergummi am Ende ist nachfüllbar. Besonders für Letteringkompositionen und -skizzen ist es toll, den kleinen Radierer zu haben, denn so kann man zwischendurch sehr akkurat die Hilfslinien wegradieren. Das man den MONO graph schütteln kann um die Mine rauszuholen, ist einfach dann noch die Kirsche auf der Sahne (du kannst auch den Klips runterdrücken um die Mine rauszulassen).

Fineliner

Für Anfänger sind die Sakura Pigma Micron (Stifteliebe) einfach klasse. Preis-Leistung ist super, sie liegen toll in der Hand, gleiten übers Papier und sind in vielen Größen erhältlich. Sie sind auch wasserfest, allerdings musst du sie dafür auch wirklich, wirklich trocknen lassen.

Für Fortgeschrittene empfehle ich dann die MOLOTOW Blackliner (Amazon). Die sind einfach super sexy in matt schwarz, haben garkeine unangenehme Kante im Griffbereich, sind extrem schwarz und wirklich, wirklich permanent. Damit hab ich schon auf super glatten Oberflächen geschrieben oder bin fast sofort mit Wasser drüber: nichts verschmiert, hält fest. Auch die gibt’s natürlich in vielen Größen.

Brushpens

Preis-Leistungs-Sieger:

Stabilo Brush (Stifteliebe). Inzwischen in vielen Farben erhältlich, günstig und sehr angenehm in der Handhabung. Außerdem wasserbasiert und somit auch als Watercolor und für Blendings nutzbar. Aber Achtung, das sind große Brushies. Damit solltest du lieber auf A4 arbeiten.

Für Anfänger:

Tombow Fudenosuke hart (Stifteliebe). Die Spitze ist quasi unkaputtbar und er ist schlicht und einfach für den Anfang. Der größte Vorteil: Du musst WIRKLICH drücken um breite Abstriche zu erzeugen und ihn normal führen um eine akkurate dünne Linie zu erzeugen. So lernst du schneller den Drücken-nicht-Drücken-Vorgang beim Brushlettern. Bei weicheren Spitzen musst du dich zusätzlich auch bei dünnen Linien extrem konzentrieren für einen gleichmäßigen Strich, hier musst du das nur beim aufdrücken.

Lieblingsbrushies:

Pentel Sign Brush (Stifteliebe). Tolle Farben, tolle Größe, wasserlöslich – was will man mehr?! (hey tombow, wie wärs mit den Fudenosuke in den 144 Farben des ABT :P)

Was besonderes:

Der Pentel Pocket Brushpen (Stifteliebe) taucht immer mal auf und ihr fragt immer wieder. Sowohl Mia von Stifteliebe.de als auch ich LIEBEN ihn einfach. Der kleine ist nichts für Anfänger, da er viele schnelle Schwünge braucht um richtig zu wirken, aber macht einfach so viel Spaß. Die Pinselhaare gehen hier richtig auseinander und die Tinte läuft gut nach, daher erzeugt er diesen rauen Look. Wichtig: Papier nicht kleiner als A4, da er sehr fett ist.

Pinsel

Ohje, das Thema ist so groß wie Stifte. Jeder hat andere Vorlieben und ein anderes Budget, daher hier einfach meine drei Lieblinge die ich fast immer nutze. Ihr wisst, meine Watercolor Flächen sind meist sehr klein, daher nutze ich kaum Verwasch-, Katzenzungen-, Flach-, Schlepppinsel oder sonstige.

Wassertankpinsel

Kuretake. Der Pinsel ist richtig schön fest und behält seine Form, außerdem ist die Wasserabgabe perfekt. Kein kleckern, kein Spritzen, immer leicht feucht. Damit lässt sich sowohl sehr akkurat, als auch sehr flächig arbeiten. Auch ganz ohne Wassertank wären es quasi meine Lieblingsspitzen. Ich hab ihn in Small und in Medium (Amazon).

Rundpinsel

Wie schon gesagt, sind meine Farbflächen oft klein. Daher ist meine Empfehlung ein 6er Rundpinsel mit richtig spitzer Spitze. Das kann mal ein KUM Rundpinsel (Stifteliebe) sein oder sogar ein ganz einfacher DaVinci Junior Rundpinsel sein. Schaut euch die Pinsel am besten im Laden genau an und nehmt euch den, mit der besten Spitze.

Reisepinsel

Quasi ein toller 6er Rundpinsel mit der Option einfach geschützt in der Tasche zu stecken: Der KUM Reisepinsel (Stifteliebe).

Farben

Hehe, beliebtestes Thema in Materialfragen: Meine Farben.

Ich habe damals mit VanGogh angefangen und mir immer mal wieder eine Farbe dazu geholt. Die Farben sind recht strahlend, muss man mögen! Aber das Preis-Leistungsverhältnis ist toll. Bei Stifteliebe findest du die Farben einzeln und kannst dir so deine eigene Kollektion sammeln.

Umso besser ich mit Aquarell umgehen konnte, desto mehr hab ich mal in die Spardose gegriffen. Denn mit der Zeit weiß man, was man mag und welche Motive man am liebsten malt. Für mich sind das eher gedeckte, natürliche Farben. Meine Motive sind vorwiegend Pflanzen, Häuser, Natur und zwar auch natürlich dargestellt. Daher habe ich mir vor einem Jahr mal den Frau Hölle Seasons Collections Natural Fall Kasten mit den Schminke Horadam Farben gegönnt – und mich verliebt. Den Kasten habe ich dann mit Schminke Horadam Supergranulierenden Farben erweitert, da der Effekt einfach toll ist für die Naturmotive wie Steinoberflächen und Grünzeug.

Hier sind alle Schmincke Horadam Farbnummern in meinem Kasten, außer die vorletzte Farbe, die ist von Winsor&Newton. Alles mit (S) sind supergarnulierende Schmincke Farben.

Reihe 1: 209 Lasurgelb, 218 Lasurorange, 366 Dunkelrot, 645 Caput mortuum, 974 Galaxie Braun (S), 671 Lasur Umbra
Reihe 2: 660 Siena natur, 981 Tundra Orange (S), 915 Vulkan Braun (S), 964 Gletscher Braun (S), 788 Graphitgrau, 975 Galaxie Schwarz (S)
Reihe3: 525 Olivgrün gelblich, 944 Wald Braun (S), 784 Perylengrün, 934 Auen Blau (S), Antwerp Blue (Winsor & Newton), 485 Indigo.

Außerdem liebe ich noch die zwei Kästen aufgrund ihrer Farbkombis: Der Art Philosophy Decadent Pies (Stifteliebe) und der Art Philosophy Essence (Stifteliebe).

So, das soll’s erstmal gewesen sein – denn damit seid ihr auf jeden Fall bestens ausgestattet und könnt jeden Livestream bei mir mit machen. Wenn du mal was bei mir entdeckst, das hier nicht auftaucht, dann schreib mir jederzeit gern 🙂


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Eigene Sticker mit dem Plotter 1/2

Vor kurzem habe ich in meiner Instastory gezeigt, dass ich mal wieder Sticker mit meinem Plotter erstellt habe. Und wie immer, wenn ich das zeige, bekam ich viele Nachrichten mit Fragen von euch. Um das alles mal nachhaltiger zu beantworten, habe ich diesen Blogbeitrag inklusive Video erstellt.

Hier im ersten Beitrag geht es voll um das Thema Plotter. Ich habe keine Kooperation mit einer Firma, habe aber hier Amazon Affiliate Links bereitgestellt. Wenn Du einen Plotter kaufst, freue ich mich wenn Du ihn entweder bei einem kleinen Shop kaufst oder über einen meiner Amazon Links. So bekommen wir kleinen Shops und Kreative ein paar Cent vom großen Kuchen ab. Danke!

In Teil 2 kannst Du lesen und sehen, wie Du mit dem Silhouette Portrait 3 deine eigenen Sticker erstellst.

Welchen Plotter ist der richtige und warum?

Um rauszubekommen welcher Plotter für dich der richtige ist, kannst Du Stunden im Internet recherchieren (so wie ich). Das kann Spaß machen, aber Du kannst es auch ein bisschen abkürzen in dem Du dir die folgenden Fragen stellst:

Was will ich hauptsächlich damit machen?

Das ist eigentlich die wichtigste aller Fragen. Denn nur wenn Du weißt was Du von dem Gerät willst, kannst Du schauen welcher dir genau das liefern kann. Du kannst natürlich einfach den größten und teuersten kaufen, der alles kann, aber das willst Du glaub nicht, denn dann würdest Du diesen Beitrag kaum lesen. Für mich stand schnell fest: ich will vor allem Sticker machen (und vielleicht mal noch Folie plotten). Na toll, das können beides alle Plotter 😛 Karton und Stoff waren für mich nicht wichtig, können aber auch die meisten Plotter. Die einzige Beschränkung bzgl. des Materials ist die Stärke, denn mehr als 2mm und damit z.B. Balsaholz können nur die größeren Plotter wie der Silhouette Cameo 4 oder der Cricut Maker. Willst Du das schneiden können, dann nimm direkt den größeren Plotter. Ich wusste, dass ich das kaum machen werde und für 1-2 Holzschilder pro Jahr nicht mehr Geld und Platz hergeben möchte. 

Wie viel Platz will ich dem Plotter in meinem Zuhause opfern?

Also ist das nächste Kriterium die Größe. Sowohl die Größe des Plotters als auch des Materials. Der Cricut Joy ist super handlich und perfekt wenn Du privat Etiketten und kleine Folienplots erstellen willst. Da ich aber doch mehr Sticker auf einmal möchte, bringt der kleine Joy mich nicht ans Ziel.

Das nächstgrößere Model ist dann der Silhouette Portrait 3 (meiner). Er kann also Folien, Papiere, Kartons, Stoff bis zur Größe eines A4 Blattes. Wenn Du auch Sticker machen möchtest, ist das doppelt handlich, denn auch dein Drucker kann vermutlich ganz leicht auf A4 drucken.

Der Portrait 3 ist ca. 44 x 14 x 11 cm groß. Er steht auf meiner Ikea Malm Kommode an der Wand und wenn ich ihn nutze, dann hol ich ihn einfach ein bisschen vor. Er ist nur 1.6 kg schwer und lässt sich somit sogar mit einer Hand heben.

Wieviel will ich für einen Plotter ausgeben?

Natürlich ist auch der Preis entscheidend. Als ich vor ca 16 Monaten recherchiert habe, war der große Cameo gerade neu und somit recht teuer. Inzwischen bekommst Du einen handlichen Plotter für knapp 200 Euro, die größeren liegen bei ca. 300-400 Euro. Für meine Zwecke war der Portrait 3 dann der Preis-Leistungs-Sieger. Die 100€ mehr für die größeren Modelle hat meine Verwendung für mich nicht gerechtfertigt.

Cricut vs. Silhouette

Achtung, persönliche Meinung, keine wissenschaftliche Untersuchung. 

Oha, das Marken-Game… Davon kann man halten was man will und man kann auch Stunden im Internet verbringen um sich Meinungen & Erfahrungen anzuhören… am Ende ist es immer ein bisschen subjektiv. Ich will mich da auch garnicht einmischen, denn ich habe keinen direkten persönliche Vergleich der Plotter gemacht.

Für mich hat beim Silhouette Portrait 3 Preis-Leistung gestimmt, ich mag das Silhouette Studio in der Anwendung und ich konnte auch nichts schlechtes dazu finden. 

Cricut ist preisintensiver, bringt aber auch selbst viele Zusatzmaterialien wie Werkzeuge und eigene Folien auf den Markt. Ich brauche das nicht. 

Plotter-Experten wie @lisa_kreativ haben Modelle beider Marken und zeigen umfangreich was genau wer wie kann. Schaut da gern mal bei ihr vorbei: www.lisa-kreativ.de 

Eine kleine Plotter-Übersicht

Cricut Joy

Der Handliche

Die kleinsten, handlichen Plotter. Gut für ein paar kleine Etiketten oder Folien-Plotts. Super für den privaten Gebrauch zuhause. Preis unter 200 Euro. Nachteil: Gebunden an Cricut Zusatzmaterial für dieses Gerät.

Cricut Joy

Die Mitte

Für Materialien bis ca. A4 Größe, dennoch handlich. Für Tshirt-Plotts, Bastelkarton, Stoffmuster, Sticker, Folien. Kann Print&Cut für Stcikerdesign. Kann anderes Werkzeug nutzen z.B. FoilQuill und auch Stifte einspannen. Lass deinen Plotter Lettern.

Silhouette Portrait 3

Silhouette Portrait 3
Silhouette Cameo 4
Cricut Maker

Das Komplettpaket

Für alle Materialien geeignet, sogar Balsaholz. Sticker, Shirts, Leder, Holzschilder, uvm. Sowohl Silhouette als auch Cricut haben für dich Plotter inkl. großem Zusatzwerkzeug im Angebot. Natürlich preisintensiver mit fast 400 Euro, aber wenn Du viel vor hast, lohnt es sich. 

Silhouette Cameo 4 (Shop)

Cricut Maker (Shop)

Die Besonderen

Für ganz besondere Projekte haben die beiden Firma auch einiges im Angebot. So können der Silhouette Curio oder der Cricut Explore auch gravieren, der Silhouette Alto kann 3D-drucken und mit dem kleinen Silhouette Mint kannst Du deine eigenen Stempel herstellen. Cricut hat weniger Geräte, dafür zahlreiche Werkzeuge und Materialien aus eigenem Haus.

Mehr Infos auf den Webseiten:
Silhouette  Cricut

30min Plottertalk

Ich erkläre meine Kaufgründe, zeige dir mein Stickerpapier, meinen Drucker und Step-by-Step wie Du deine eigenen Sticker im Silhouette Program erstellst. 


Auf YouTube ansehen

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Holzschild für den Sommer

Oh, der Sommer ist da! Die Sonne meint es grad ganz gut mit uns, die Haut wird ein bisschen brauner, die Laune besser und die Drinks kälter. Auch wenn ich körperlich wirklich gar nicht gemacht bin für Hochsommer, freue ich mich dennoch über den lauen Früh- und Spätsommer.

Und um die Laune mit einem schönen Ohrwurm hochzuhalten, habe ich den Songtext zum “Pina Colada Song” aufs Holzschild gelettert. Wie auch Du deinen Balkon, Garten oder Eingangsbereich “versommerlichen” kannst, zeige ich dir hier.

Benötigte Materialien:

Anleitung für die DIY Holzlasur

Nicht jeder hat schöne, alte Holzbretter zur Hand. Mit meiner DIY Holzlasur erreichst Du aber genau diesen Effekt auch mit einem neuen, günstigen Fichtenbrett aus dem Baumarkt. Nimmt dir das Glas und lege ca. bis zur Hälfte Stahlwolle hinein. Füll das Glas anschließend bis zur gewünschten Menge mit Essig. Leg den Deckel nur auf und lass die Mischung 1-3 Tage stehen. Je länger Du wartest, desto dunkler wird später die Holzfarbe. Stell das Gemisch am besten raus, denn der Essig riecht stark.

Schleif die harten Kanten und die Vorderseite deines Brettes ein wenig ab. Bestreich das Holz dann zuerst mit einer Schicht aufgebrühtem, abgekühltem Tee oder Kaffee je nach gewünschter Farbe (im Bild zu sehen).

Wenn die erste Schicht getrocknet ist, trägst Du deine Essig-Stahlmischung gleichmäßig auf dein Holz auf. Dabei kann die Stahlwolle im Glas bleiben, drücke sie einfach mit dem Pinsel ein wenig nach unten. Die Mischung ist zunächst farblos, doch Du kannst schnell beobachten wie das Holz immer dunkler wird. Bevor Du dann dein Lettering überträgst, solltest Du mindestens einen halben Tag warten bis die Lasur gut durchgetrocknet ist.

Das Lettering auf Holz

Zuerst machst Du dir jetzt natürlich den Pina Colada Song an um in Stimmung zu kommen 😉

Für das Brett im Format 30×40 cm eignet sich ein einfaches A4 Blatt für die Vorzeichnung, denn damit habt ihr einen Rand von 10 cm um das Lettering. 

Die Skizze

In meinem Video siehst Du wie ich das Lettering erstellt habe. Das wichtigste ist wie immer: erst das Format klären (DIN, also eher ein Rechteck), dann die Hauptwörter bestimmen, hier Colada und rain. Nun erstmal alles grob in eine Skizze bringen um zu schauen, ob auch alle Wörter hinpassen. Erst dann überlegen wir uns die Schriftarten und arbeiten die Details aus. Ganz zum Schluss verzieren wir dann mit einem Drink, Sprenkel und der Ananas.

Am besten machst Du die Skizze direkt auf einem A4 Blatt. Wenn Du dich (wie ich) eher mit A5 wohl fühlst, kannst Du die Skizze auch darauf erstellen und sie dann mit 142% Vergrößerung kopieren. Dann ist sie genau auf A4. 

Natürlich kannst Du auch einfach mein Lettering auf A4 drucken und im nächsten Schritt übertragen.
Download Pina Colada Skizze

Alternatives (deutsches) Motiv

Wenn dir nicht so nach Pina Colada ist, dann habe ich auch noch meine zweite Skizze für dich. Einfach downloaden, drucken und übertragen (siehe nächster Schritt).
Sonnenschein Skizze

Übertragung der Skizze

Um deine Skizze auch ohne Kopierpapier oder viel Aufwand zu übertragen, gibt es einen einfachen Trick: Dreh dein Blatt mit der Skizze um, nimm einen weichen Bleistift und schraffier die ganze Rückseite deines Letterings. Damit trägst Du eine Graphitschicht auf, die sich nachher mit Druck wiederum auf das Holz übertragen lässt. Wenn Du ein sehr weiches Holz hast, brauchst du das gar nicht, denn dann kannst Du deine Skizze einfach mit einem harten Bleistift in dein Holz eindrücken. Teste das am besten an einer kleinen Ecke.

Platzier nun dein Lettering auf dem Holzbrett und fixiere es mit Washitape oder Malerkrepp. Tipp: Lass unten einen etwas breiteren Rand als oben, so wirkt die Komposition stimmiger. 

Fahr nun das gesamte Lettering mit einer harten Bleistiftmine nach. Somit überträgt sich die Bleistiftschicht der Rückseite auf das Brett. Fichte ist ein sehr weiches Holz, wenn Du stark aufdrückt, drückst Du das Lettering auch wortwörtlich ins Holz. Das ist nicht schlimm, denn das erleichtert das spätere Nachmalen mit dem Lackstift. 

Löse ein Ende des Blattes und kontrolliere, ob Du alles auf dem Holz erkennen kannst, wenn nicht, fahr diese Stellen noch einmal nach. Ist alles da, kannst Du die Vorlage komplett lösen.

Lettern mit dem Lackstift

Nimm dir nun deinen weißen Lackstift. Ich habe mit den schwungvollen Worten angefangen um gut reinzukommen. Für kleine, sehr gerade Linien muss ich meist erst warm werden.

Male nun das gesamte Lettering mit deinem Molotow One4All nach. Für mein Brett in dieser Größe habe ich nur die feine Spitze des Lackstifts verwendet. Du kannst aber zum Beispiel für das Wort Colada und Rain auch die dickere Seite verwenden. Für ein bisschen mehr Extra.

Tipp: Wenn Du merkst, dass die Hand zittert, verkrampft oder heute einfach nicht dein Tag ist – mach lieber am nächsten Tag weiter, damit Du dich nicht über wackelige Linien ärgern musst.

Das Beste kommt zum Schluss! Hast Du alle Buchstaben übertragen, kannst Du nun noch den Drink und die Ananas malen. Um den Schaum des Pina Colada zarter zu machen und dem ganzen einen leichten Effekt zu verpassen, habe ich den Lack mit Wasser und Pinsel aufgetragen. Nimm dafür zum Beispiel einen Metalldeckel eines Einwegglases und trage ein bisschen Lack darauf auf. Nimm dir nun einen einfachen kleinen Rundpinsel (keinen teuren!) und vermische das ganze ein bisschen mit Wasser.

Zum Schluss kannst Du damit dann auch deine (Rain)Sprenkel machen! Am besten deckst Du beim Klecksen ein wenig die Buchstaben ab, damit es nicht ganz so unkontrolliert durch die Gegend fliegt. Achte außerdem auf deine Umgebung – Lack geht schwer ab!

Lass alles gut trocknen und fixiere es eventuell mit einem durchsichtigen Klarlack. Damit kann das Schild auch mal im Regen stehen. 

Fertig

Ich bin gespannt wie dein Schild geworden ist und wie Du es bei dir Zuhause in Szene gesetzt hast. Falls Du es auf Instagram zeigst, verlinke mich @milly.montag und nutze #millysschild Dann kann ich es auch sehen 😉 

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Start in den Sommer!

(In diesem Artikel findest Du Amazon Partnerlinks. Wenn Du über diese Links bestellst, kommen davon ein paar Cent bei mir an. Du zahlst nichts drauf.)

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Handlettering Material 2.0

Meine Empfehlungen für Fortgeschrittene

*enthält Affiliate-Links

So, nun sind wir also schon hier. Du hast seitenweise Brokkoli und andere Alltags-Wörter schön gelettert und geschnörkelt, die Abstriche sitzen, die Buchstaben sowieso – Du willst jetzt mehr! Effekte, Licht- und Schatten, Glitzer und Spektakel. Na dann mal los… 
(Alles was jetzt kommt sind Empfehlungen aus meinen persönlichen Erfahrungen)

Licht- & Schatten erzielen

Alles was Du für einen schönen Lichtschimmer in deinen Buchstaben brauchst, hast Du eigentlich schon, wenn Du alles aus meinem Artikel Handlettering Material 101 hast – nämlich den weißen Gelliner. Ob als durchgezogene Linie, mit Punkten oder ein bisschen mehr 3D – Sakura Gelly Roll und Uniball Signo sind hier deine Licht-Buddies. 

Für den Schatten gibt es verschiedene Möglichkeiten. Willst Du deinem Lettering erst noch eine 3D-Kante verleihen, brauchst Du auf jeden Fall einen sehr feinen schwarzen Fineliner, z.B. Faber-Castell Ecco Pigment in 0.05.

Möchtest Du einen leichten Schatten in grau, will ich dir wirklich wärmsten empfehlen ein bisschen Geld auszugeben für den Tombow ABT in N89 (warmes grau) oder N95 (kühl grau). Das ist ein sehr, sehr helles grau mit dem Du dich super an Schatten probieren kannst. Denn willst Du deinen Schatten kräftiger, kannst Du ihn einfach 2-3 mal übermalen.

Dieser Stift ist außerdem absolut goldwert als Basis für Blendings, aber dazu später mehr. Das war mein allererster Tombow ABT und ich habe bis heute immer einen griffbereit.

Blendings – wunderbare Farbenspiele

Wenn Du dich hier wiederfindest, bist Du in der Letteringwelt bestimmt schon darüber gestolpert: Blendings. Diese wunderbaren Farbverblendungen… 

Für Blendings hast Du wahrscheinlich schon alles zuhause: Brushpens (wasserbasiert), einen hellgrauen Brushpen, Mixed Media oder Aquarellpapier, Wasser und Pinsel. Das Wichtigste für ein gutes Blending ist zweierlei: Zeit und das richtige Papier. 

Ein glattes Marker- oder Kopierpapier, wie Du es in meinem Workbook 2 findest, mag vielleicht erst mal passend klingen, ist es aber garnicht. Das Papier nimmt Wasser und Pigmente nämlich direkt auf und hält sie dann bombenfest. Wir wollen aber das wir mit dem Pigment-Wasser-Gemisch spielen bzw. blenden können. Welches Papier mag Wasser und Farbverläufe? Genau! Aquarellpapier.

Das kann aufgrund seiner oft rauen Struktur allerdings deine Brushpens ausfransen, besser ist also ein Mixed Media Papier. Hier kann ich wärmstens das Canson Imagine Mixed Media (A5) empfehlen (das ist auch in meinem Workbook 2). Inzwischen gibt es Mixed Media Papier auch in schwarz, creme und grau. Meine neueste Entdeckung: Strathmore Tones Tan – LIEBE! Die Blendings werden wunderschön und es hat einen ganz eigenen Kraftpapier-Look.

Jetzt brauchst Du wirklich nur noch einen feinen Pinsel und Wasser um die Pigmente zu vermischen. Bequemer wird’s mit einem Wassertankpinsel! Perfekt für unterwegs oder schnelle Sachen zwischendurch. Ich LIEBELIEBELIEBE meine zwei Kuretake Wassertankpinsel in Small und Medium. Die sind preisintensiv, ja, aber ich kenne keine besseren Spitzen. Die Pinsel sind richtig stabil und sehr spitz. Damit hast Du wirklich viel Freude. Günstiger, und auch gut, sind die I LOVE ART von Gaerstecker.

Achja, fast vergessen… Ich habe für mich festgestellt, dass meine Blendings am schönsten werden, wenn ich die Farben nicht direkt mit dem Brushpen aufs Papier bringe. Ich nutze die Brushpens quasi wie Aquarellfarben. Dafür male ich mit ihnen auf einen Teller, ein Stück Folie oder eine Blending Palette. Erst dann nehme ich von dort die Pigmente mit dem Wassertankpinsel auf und vermische sie auf dem Papier. Das habe ich schon in einigen Livestreams gezeigt. Die kannst Du alle hier auf meinem IGTV nachmachen.


Aprilwetter Blending


Pandemüde Blending


Geburtstagskarte Blending


Sunsets Blending

Stardust, Soufflé, Glaze, Metallics, Neon – die Gelliner

Heidiwitzka – in der Welt der Gel-Stifte ist ganzschön was los inzwischen! Und wenn Du mich nun ein bisschen kennst, denkst Du bestimmt “Wie hat sich denn Milly jetzt da hin verirrt?!”. Farben und Spektakel sind garnicht so meins, zumindest nicht in Kombination. Dennoch habe auch ich bei den Gelstiften so ein paar richtige Lieblinge gefunden.

Sakura GellyRoll Glaze – ich liebe und besitze ihn in transparent und schwarz. Mit dem transparenten Gellyroll personalisiere ich viele eurer Workbook 1. Und mit dem schwarzen tobe ich mich einfach so gern auf schwarzem und auch weißem Papier aus. Der bringt einfach diesen ganz schlichten, aber faszinierenden 3D Effekt.

Sakura GellyRoll Soufflé – wie geht das?! Man lettert mit einer Farbe die eher Bronze wirkt, wartet kurz und zack, hat man ein voll deckendes, cremiges rosa auf seinem schwarzen, blauen, grauen oder auch weißem Papier. Einfach richtig toll. Kann man sogar blenden, wenn man das Set hat!

So und jetzt muss ich ehrlich sein: Metallics & Neon sind echt nicht mein Ding. Schaut da am besten mal bei FrauHölle vorbei, sie zeigt die Gelliner toll in der Anwendung. 
Nur soviel: Metallics – selbsterklärend. Stardust – Glitzern extrem, sind aber nicht deckend. Moonlight – quasi neon, toll deckend auf schwarz. 

Also jetzt noch über diese vielen vielen vielen Brushpens zu philosophieren die es da draußen so gibt… das würde den Rahmen dann doch wirklich sprengen. Das gibt es dann im nächsten Beitrag 😉 

Abgesehen davon, was sind noch so Deine Must-Haves bei Stiften?? Lass es mich gern in den Kommentaren wissen!

Bleib gesund, 

Milly ___ .

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Handlettering Material 101

Handlettering Material 101

– Meine Grundausstattung für Anfänger

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Unsplash Bild von schwarzen Finelinern
Milly Montag Handlettering Block

Moment…

Zunächst muss ich sagen: Du kannst mit jedem Stift – sogar nur mit deinem Finger im Schnee – handlettern! Geld spielt bei diesem Hobby wirklich keine Rolle, vor allem nicht am Anfang. Um zu üben (und auch wirklich gut zu werden) brauchst du EINEN Stift und ein bisschen Papier. Alles darüber hinaus ist Spaß, ausprobieren und (leider) auch Ablenkung. Das ist nicht verwerflich und beim Handlettering, wie bei jedem Hobby, soll es in erster Linie um Spaß gehen! Ein besserer oder teurer Stift wird dich aber nicht automatisch besser werden – sorry! So ehrlich möchte ich mit dir sein. Auch in meine Werke sind viele Jahre gegangen. So und nun, lass uns loslegen – damit das lettern und üben richtig Spaß macht 😉 

Handlettering – Stifte für Anfänger

Die folgenden Empfehlungen stammen komplett aus meinen jahrelangen Erfahrungen mit billigen und teuren Stiften. Bitte betrachte sie wirklich als gut gemeinte und ehrliche Empfehlung, keine “eine Wahrheit”. Ich möchte also auch so ehrlich sein und sagen, dass die Links Affiliate Links sind und ich ein kleines bisschen mitverdiene, wenn Du sie über den Link kaufst. Der Preis erhöht sich für dich dadurch NICHT.

Der Bleistift

Du brauchst einen guten Bleistift. Damit meine ich keinen extra teuren vergoldeten, sondern einen mit dem Du dich wohl fühlst! Das kann ein ganz einfacher Holzbleistift sein oder ein Druckbleistift. Es ist sehr wichtig wie gut er in der Hand liegt – niemand will bei großen Schwüngen oder kleinen Details eine verkrampfte Hand. Der zweite Aspekt ist dann die Miene selbst. Es gibt sehr harte Mienen (H), sehr weiche Mienen (B) und irgendwas in der Mitte (HB). Die harten Mienen kennt man vor allem aus Druckbleistiften für technische, detailreiche Zeichnungen. Die Linien werden hier sehr akkurat. Die weichen Bleistifte nutzen vor allem Künstler. Fürs Handlettering ist HB – also die Mitte – am besten. Denn du musst mal wirklich akkurate Linien ziehen (Monoline) und willst auch mal ganz weich Skizzieren (Komposiotion).

Ich persönlich nutze immer HB Bleistifte oder H, denn ich liebe meine Monoline und bin ein “unsauberer” Skizzierer. Wenn der Bleistift dann noch weich wäre, hätte ich nur dreckige, graue Flächen. Was die Stiftart angeht, nutze ich inzwischen fast ausschließlich den Tombow MONO graph. Den habe ich in mehreren Ausführungen und immer irgendwo griffbereit. Er liegt für mich super in der Hand, die Miene-raus-schütteln-Funktion macht Spaß und ein guter Radierer ist auch gleich dabei. Außerdem hält er eeeeewig. Wenn Du dir also mal einen guten Bleistift-Buddy gönnen möchtest, wärmste Empfehlung! Gibt’s in vielen Farben, z.B. rosa, mintgrün, cremegelb.

Der Radiergummi

Es muss ein Plastik-Radiergummi sein! Diese Kautschuk Stedlitz Radiergummis in blau/orange aus jeder Schulkind-Grundausstattung machen dein Papier kaputt und dazu auch noch alles fleckig. Leg dir also lieber doch mal ein paar gute bereit – nichts ist schlimmer als eine schöne Skizze zu versauen durch Radieren! Ich nutze sowohl die “Luxus” Version von Tombow MONO Radierer als auch die preis-leistungsmäßig unschlagbaren von Sostrene Grene.

Der Fineliner

Die Skizze sitzt, jetzt muss mehr Kontrast rein oder es soll einfach permanenter sein als der Belistift – ein paar gute Fineliner gehören zur Handletterer-Grundausstattung! Ich habe mir ziemlich früh ein volles Set der Faber-Castell Ecco Pigment gekauft und liebe sie bis heute. Egal, ob einzelne dicke Monoline, eine zarte Schattenlinie oder eine ganze Lettering-Komposition mit verschiedenen Stilen.
Ergänzung: Inzwischen nutze ich die Sakura Micron Serie. Sie sind den Ecco sehr ähnlich, liegen mir allerdings noch ein bisschen besser in der Hand bzw. auf dem Finger. Egal, wie Du dich entscheidest, mit so einem Set, kannst du richtig loslegen und hast sehr sehr lange Freude dran. Hier lohnt sich einmal zu investieren.

Einige Marken, besonders Stabilo, bieten ihre Fineliner inzwischen in einer riesigen Farbauswahl an. Wenn Du also ein buntes Letterherz hast, tob dich aus 😉 Ich bin einfach Team schwarz-weiß.

Der Gelliner

Ich liebe nicht nur schwarz auf weiß, sondern auch gern mal weiß auf schwarz. Lettern mit einem weißen Gelliner auf schwarzem Kraftpapier ist eine super Abwechslung und fördert deine Kreativität. Wenn Du schon ein bisschen mehr ausprobierst, z.B. mit farbigen Brushpens, kannst Du mit dem Gelliner auch tolle Lichtakzente setzen! Damit gehört der Gelliner auch schon zur Ausstattung für Fortgeschrittene.

Bei den Gellinern gibt es so “zwei Teams”. Das Team Sakura Gelly Roll und das Team Uniball Signo. Ich muss sagen, ich nutze und liebe beide! Der Sakura Gelly Roll in Größe 08 bringt einfach richtig zarte, weiße Linien. Der Uniball Signo lässt mehr Farbe raus und damit deckendere und dickere Linien. Was mir an letzterem aber doch besser gefällt: Du kannst seine Mienen einzeln nachkaufen! Damit sparst Du deinen Geldbeutel und die Umwelt 😉

Tipp: Sollte ein Gelliner sich mal wehren, schlage ihn ein paar mal auf deine flache Hand.

Der Brushpen

Wenn Du nicht nur die Welt von Monoline, Script-Schriften und Druckbuchstaben entdecken willst, bist Du hier jetzt richtig. Ich habe tatsächlich erst den Brushpen entdeckt und dann das restliche Handlettering. Auch wenn ich inzwischen vorwiegend mit Bleistift und Fineliner arbeite, habe auch ich noch meine all-time favourites bei Brushpens.

WICHTIG: Für alle Brushpens brauchst du unbedingt ein glattes Papier, sonst machst Du dir diese weichen Pinselspitzen schnell kaputt und musst somit schnell neue kaufen. Mehr zum Thema Papier, weiter unten.

Angefangen mit und bis heute ganz hoch im Kurs: der Tombow Fudenosuke (gesprochen Fudenoske). Er hat eine recht harte, kleine Spitze und somit kann man auch als Anfänger – wenn man das Drücken und Ziehen im Wechsel noch nicht ganz so im Blut hat – tolle Ergebnisse zaubern! Das ist schon ein “teurer” Stift wenn man anfängt, aber es lohnt sich einfach. Damit habe ich zwei Jahre lang fast ausschließlich geübt.

Ein wenig weicher und in unglaublich schönen Farben erhältlich, aber ähnlich in Handhabung und Größe: Pentel Sign Brush. Mit diesem Link seht ihr einige der tollen Farben (wie auch unten auf meinem Foto).

Die zwei ersten sind recht kleine Brushpens, perfekt zum Immer-dabei-haben-und-üben sowie eine perfekte Größe zum Arbeiten mit A5 (also in meinem Handlettering Workbook basic, mit dem perfekten Papier dafür).

Wer dann schon etwas größer arbeiten möchte erhält sofort eine viel größere Auswahl. Um sich ranzutrauen und nicht gleich finanzielles Risiko einzugehen: die Stabilo Pen 68 brush. Mit unter 2€ preislich unschlagbar, fast überall erhältlich und in immer mehr schönen Farben.

Dann gibt es natürlich noch Lyra, Windsor&Newton, KarinMarker, Tombow TwinTip und viele mehr. Darauf gehe ich aber im Artikel Handlettering Material für Fortgeschrittene ein. Denn zum einen sind diese Stifte in einer höheren Preisklasse angesiedelt und zum anderen muss man da noch ein bisschen mehr bei der Papierwahl beachten.

Handlettering  – das richtige Papier

Das ist nämlich genauso wichtig wie der Stift – wirklich! Ihr könnt die teuersten, schönsten Stifte haben, wenn das Papier nicht dazu passt wird’s Mist. Damit meine ich nicht, dass es teures Papier sein muss, aber das richtige zum richtigen Stift. Also bekommt ihr natürlich auch hier kurz eine kleine Einführung.

Übungspapier – für Bleistift, Fineliner, Brushpens

Ehrlich gesagt, dem Bleistift ist das Papier fast egal. Skizzen kannst Du somit fast auf jedem Papier machen. Allerdings gibt es zum einen Papier auf dem er einfach schöner gleitet und zum anderen, sollte man ja auch immer weiter denken. Wenn Du deine Skizze dann also nicht noch mal übertragen willst um sie mit dem Brushpen zu finalisieren, dann nimm gleich das richtige Papier.

Wie oben im Abschnitt Brushpens schon rausgeklungen ist… ich habe als ich angefangen habe mit Handlettering unzählige Fudenosuke Brushpens abgerockt! Warum? Ich wusste es nicht. Es war alles neu und 2016 der Markt noch nicht ganz so voll. Also habe ich mir irgendeinen kleinen Skizzenblock genommen und einfach losgelegt. Blätterweise Wörter geschrieben, geübt, geübt und Brushpens damit schnell zerstört.

FAZIT: Keine Skizzenbücher aus dem Kunstbedarf! Nimm das glatteste, weichste Papier was Du finden kannst – Brushpen, Fineliner, Bleistift und auch DU wirst es lieben!

Jetzt musst Du dich nur entscheiden: lose Blätter oder gebundenes Büchlein, um deinen Anfang zu sammeln?

Für lose Blätter Fans ist das ClaireFontaine DCP Kopierpapier klasse. Es ist vielerorts erhältlich, hat eine glatte Oberfläche und ist erschwinglich.

Aber, bist Du mehr wie ich, hast gern deinen Lieblingsstift und das passende Papier schnell Griffbereit wenn dir was einfällt, übst gern ein paar Buchstaben abends auf dem Sofa, wenn der Rest der Bande Fernsehen schaut oder Du hasst einfach herumfliegende Blätter? Dann ist mein handgebundener, selbst-entwickelter Block für dich einfach genau richtig. Nach meiner Erfahrung mit den Skizzenbüchern habe ich verzweifelt nach gutem Papier gesucht. Als ich das hatte, wollte ich es aber also kompakter und dachte dann, das Problem hab nicht nur ich! Geboren waren meine Blöcke.

Handlettering Workbook für Anfänger

Mit meinen Blöcken hast Du als Anfänger einfach alles was Du brauchst – genau auf die vorgestellten Stifte abgestimmt. Du kannst dir entweder meine Daueredition aussuchen – individuell belettert und wenn du möchtest, sogar personalisiert oder auch die Sonderedition mit einer meiner Letteringskizzen als Coverprint. Alle Ausgaben sind handgebunden mit Metallspiralbindung, A5.

So oder so, der Block bringt dir:

  • 50 seidenweiche, glatte Blätter 100g Letteringpapier – für Fineliner, Brushpen, Bleistift
  • 5-6 Seiten farbiges Papier in oceanblue, moosgreen, stonegrey – für mehr Abwechslung und deinen Gelliner
  • 5 Seiten Kraftpapier – weil es einfach schön ist mit schwarz und weißen Stiften
  • 5 Seiten schwarzes Kraftpapier – weil die Umkehr weiß-auf-schwarz deine Kreativität anregt und Spaß macht
  • eine starke Rückpappe als gute Unterlage und ein schönes Cover von mir belettert


Zu meinen Blöcken

Milly Montag Handlettering Block

*Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.Ich hoffe diese kleine Einführung, die jetzt doch irgendwie länger wurde als gedacht, hat dir gefallen und bringt dich gut auf die Reise durch die Welt des Handletterings! Ich freu mich, dich dabei zu haben. Schreibe mir jederzeit gern, wenn Du fragen hast. Und auf meinem IGTV findest Du viele Videos mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Schreib Milly eine Mail

Lernvideos auf Instagram

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Gedanken zum Bloggen

Hallo Welt.

Immerwieder überlege ich also, ob ich dieses Bloggen machen soll. Irgendwie reizt es ja schon, seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen und sie da raus in die Welt zu schicken. Gründe dafür hätte ich ja genug…

Meine Familie ist kreuz und quer über diesen schönen Planeten verteilt, so müsste ich vieles nur einmal erzählen. Social Media Kanäle nerven mich. Hier im eigenen Blog kann man machen, was man möchte. Keine Community und kein Algorithmus zwingen mich ständig dazu neuen Content zu liefern. Keiner muss sich dem aktuellen Bericht meiner Lebenslage ausliefern, wenn er es nicht möchte. Denn das sind genau die Dinge, warum mein Instagram Kanal milly.montag und auch mein privater Account einem Surf-Anfänger in Portugal gleichkommen – geiler Urlaub, ich will surfen, rauf da, geil, nach 3h richtig verausgaben der erste Push nach vorn, am nächsten Tag wieder rauf, Sonne scheint, los weiter, Bombenwetter, surfen, die ganze Woche lang, Rückflug nach Hause, Stress, Alltag, Achja, surfen, joar würde ich schon gern mal wieder machen.

Sogleich ist das also etwas, das mich abhält den Blog anzufangen. Muss ich dann immer was posten? Bekomme ich dann nichtmehr nur “Du hast so lange nichtmehr angerufen” sondern auch “Du hast schon lange nichtmehr gebloggt”? Mache ich mir einfach selber zu viel Druck? Und wenn ich schreibe, in welcher Sprache denn? Deutsch ist meine Muttersprache – Englisch meine Vatersprache, wenn man diesen Wortwitz will. Da haben Instagram und Co. gewonnen, mit ihrem kleinen “Übersetzung Anzeigen”-Button. Sollte ich einfach in der Sprache schreiben, in der ich mich gerade über das Thema äußern möchte?
Und wenn ich jetzt hier schreibe, schreibe ich dann übers Lettering, über Essen, über Reisen, über Umweltschutz und Klima? Muss man sich festlegen? Wenn man sich nicht festlegt, ist man dann ein Lifestyle Blog?

Ich glaube, wenn ich all das machen würde, dann wäre es ein Ich-Blog. Ein Ich-Weblog, ein Logbuch, ein digitales Tagebuch. Unzählige wunderhübsche Notizbücher liegen da in meinem letzten Ikea-Kallax-Regal. Kleine Bücher, mit kleinen Worten aus verschiedensten Jahren. Immerwieder habe ich dieses Tagebuch-Ding angefangen, denn es ist ja wirklich schön, wenn da später mal wieder reinschmöckert. Manchmal war es super, oft hatte ich keine Lust. Man “muss” ja dann weitermachen. Ich will das nichtmehr, ich will nichtmehr müssen, ich will wollen. Das wäre mit einem Blog nicht anders.

Mh, manchmal kann man anscheinend einfach losschreiben. Seinen Gedanken Ausdruck verleihen. Vielleicht mache ich das mal, dieses Bloggen…

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